Veränderte Ansprüche der nachwachsenden Elterngeneration

Ab Mitte der 90er Jahre wurden innerhalb des Vereins keine Krabbelstuben mehr neu gegründet. Eltern, die einen Krabbelstubenplatz für ihren Nachwuchs suchten, zogen den Platz auf der Warteliste des Vereins einer Neugründung vor und kamen über kurz oder lang in einer der elf Krabbelstuben des Vereins unter. In diesen bestehenden Einrichtungen war die pädagogische Arbeit zunehmend von der immer kürzeren Verweildauer vieler Kinder geprägt. Im Gegensatz zu den Gründungseltern sahen die nachwachsenden Elterngenerationen den Verein eher als Dienstleister und waren immer weniger bereit oder in der Lage, die erforderlichen Elterndienste zu leisten.

 

Nicht zuletzt aufgrund der im Vergleich zu städtischen Einrichtungen sehr hohen Elternbeiträge in den Krabbelstuben nahmen viele Eltern die erste sich bietende Gelegenheit wahr, ihr Kind in einem Kindergarten unterzubringen. Durch den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem vierten Lebensjahr verschärfte sich diese Situation. Schließlich erlaubte die veränderte Bezuschussung durch die Stadt den freien Trägern, ihre Elternbeiträge denen der städtischen Einrichtungen anzugleichen. Jetzt bestimmte das Alter des zu betreuenden Kindes die von den Eltern zu zahlenden Gebühren. Damit konnte die Fluktuation innerhalb der Gruppen im Verein erheblich reduziert werden.

 

Aus der Sorge, ihren Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zu verlieren, sobald sie ein Angebot abgelehnt hatten griffen dennoch viele Eltern die Gelegenheit beim Schopf und wechselten mit ihrem Kind ab dem dritten Geburtstag in einen Kindergarten. weiterlesen...

Krabbelstubb Einrichtungen
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